Inhaltsverzeichnis
- Was Brand Search wirklich bedeutet – und warum Sie diesen Unterschied kennen müssen
- Warum das Verhältnis Brand vs. Generic Search für B2B-Unternehmen entscheidend ist
- Ihre Google-Daten richtig analysieren: So messen Sie Brand vs. Generic Search
- Benchmarks und realistische Erwartungen: Was ist normal?
- Brand Searches als Indikator für erfolgreiche Markenkommunikation
- 5 Strategien zur gezielten Steigerung von Brand Searches
- Die häufigsten Fehler bei der Brand-Search-Analyse
- Häufig gestellte Fragen
Hand aufs Herz: Wissen Sie wirklich, wie viele Menschen aktiv nach Ihrem Unternehmen suchen?
Die meisten B2B-Unternehmen schauen sich ihre Google Analytics an, sehen steigende Besucherzahlen und denken: „Läuft doch gut.“ Doch diese Zahl allein sagt fast nichts über die wahre Stärke Ihrer Marke aus.
Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie Menschen zu Ihnen finden.
Suchen sie aktiv nach Ihrem Firmennamen? Oder stolpern sie zufällig über Sie, weil Sie für ein generisches Problem ranken?
Diese Unterscheidung – Brand Search vs. Generic Search – ist einer der aussagekräftigsten Indikatoren für Ihre Markenbekanntheit. Und das Beste daran: Die Daten liegen bereits in Ihrer Google Search Console.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Goldmine an Informationen richtig nutzen, welche Verhältnisse realistisch sind und wie Sie gezielt mehr Brand Searches generieren können.
Was Brand Search wirklich bedeutet – und warum Sie diesen Unterschied kennen müssen
Brand Search: Wenn Menschen Sie kennen wollen
Brand Search bezeichnet alle Suchanfragen, die Ihren Firmennamen, Ihre Produktnamen oder Markenbegriffe enthalten.
Beispiele für Brand Searches:
- „Brixon Group“
- „Brixon Marketing Agentur“
- „Brixon Group Referenzen“
- „Brixon Preise“
- Auch Tippfehler wie „Brixon Groop“ oder „Brikson Group“
Was viele nicht wissen:
.
Generic Search: Wenn Menschen eine Lösung suchen
Generic Searches sind alle Suchanfragen, die ein Problem, eine Lösung oder ein Thema beschreiben – ohne direkten Bezug zu Ihrer Marke.
Beispiele für Generic Searches:
- „B2B Marketing Agentur“
- „Content Marketing für B2B“
- „Lead Generierung verbessern“
- „Marketing Automation einführen“
- „Wie generiere ich mehr Kundenanfragen“
Diese Suchanfragen zeigen: Der Nutzer hat ein Problem, kennt aber Ihr Unternehmen (noch) nicht.
Warum diese Unterscheidung so wichtig ist
Stellen Sie sich vor, Sie bekommen 10.000 Besucher pro Monat über Google. Klingt erstmal gut, oder?
Aber wenn 9.500 dieser Besucher über generische Begriffe kommen und nur 500 nach Ihrer Marke suchen, haben Sie ein Problem. Denn das bedeutet: Fast niemand kennt Sie wirklich.
Umgekehrt gilt:
Brand Search Traffic konvertiert drei bis fünf Mal besser als Generic Search Traffic, weil diese Menschen ihre Recherchephase bereits abgeschlossen haben.
Menschen, die nach Ihrem Firmennamen suchen, sind qualifizierter. Sie haben von Ihnen gehört – durch eine Empfehlung, einen LinkedIn-Post, einen Podcast oder eine andere Touchpoint – und wollen mehr erfahren.
Das ist der Unterschied zwischen Zufallstraffic und echtem Markeninteresse.
Warum das Verhältnis Brand vs. Generic Search für B2B-Unternehmen entscheidend ist
Brand Searches zeigen echte Markenbekanntheit
Wenn das Brand Search Volumen steigt, bedeutet das, dass Ihre anderen Marketing-Maßnahmen tatsächlich funktionieren. Menschen suchen nicht nach Ihrem Firmennamen, wenn sie nicht vorher irgendwo von Ihnen gehört haben.
Jede Brand Search ist im Grunde ein Nachweis dafür, dass Ihre Sichtbarkeitsmaßnahmen greifen:
- Ihr LinkedIn-Content wird gelesen
- Ihre Podcast-Interviews erreichen Menschen
- Ihre Messe-Präsenzen bleiben in Erinnerung
- Ihre Kunden empfehlen Sie weiter
- Ihre PR-Arbeit zahlt sich aus
Brand Searches sind Ihre Marketing-Erfolgskontrolle – ehrlicher als jede Vanity Metric.
Die Konversionsrate macht den Unterschied
Wir haben es schon erwähnt, aber es lohnt sich, das noch einmal zu betonen:
Brand-Begriffe haben eine höhere Click-Through-Rate (CTR) als generische oder Non-Brand-Begriffe.
Aus unserer Erfahrung mit B2B-Kunden sehen wir regelmäßig:
| Metric | Brand Search | Generic Search |
|---|---|---|
| Click-Through-Rate (CTR) | 15-40% | 2-8% |
| Conversion Rate zu Lead | 8-15% | 1-3% |
| Qualität des Leads | Hoch | Mittel bis niedrig |
| Sales Cycle | Kürzer | Länger |
Warum ist das so? Weil Menschen, die nach Ihrer Marke suchen, bereits Vertrauen aufgebaut haben. Sie sind mental einen Schritt weiter im Buying-Prozess.
Brand Searches als Schutzschild gegen Wettbewerber
Hier wird es interessant: Wenn jemand aktiv nach Ihrem Firmennamen sucht und Sie dominieren die Suchergebnisse nicht, können Ihre Wettbewerber diese Chance nutzen.
Ja, richtig gelesen – Konkurrenten können auf Ihren Markennamen bieten und ihre Google Ads über Ihrem organischen Ergebnis platzieren.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie:
- Auf Ihre eigenen Brand-Keywords bieten (ja, auch wenn Sie organisch ranken)
- Die erste Seite mit Ihren eigenen Inhalten dominieren
- Review-Portale und Drittseiten im Blick behalten
Das Verhältnis verrät Ihre Wachstumsphase
Das Verhältnis zwischen Brand und Generic Search sagt viel über Ihre Position im Markt aus:
- Sehr hohe Brand Search (>70%): Etablierte Marke mit starker Bekanntheit, aber möglicherweise begrenzte Neukundengewinnung
- Ausgewogenes Verhältnis (40-60% Brand): Gesundes Wachstum, gute Balance zwischen Bestandskundenbindung und Neukundenakquise
- Sehr niedrige Brand Search (<20%): Geringe Markenbekanntheit, hohes Potenzial aber auch hohes Risiko (Traffic ist volatil)
Es gibt kein „perfektes“ Verhältnis, aber die Entwicklung über Zeit zeigt Ihnen, ob Ihre Markenstrategie aufgeht.
Ihre Google-Daten richtig analysieren: So messen Sie Brand vs. Generic Search
Schritt 1: Google Search Console öffnen und Grunddaten verstehen
Die Google Search Console ist Ihr wichtigstes Tool für diese Analyse. Falls Sie es noch nicht eingerichtet haben, tun Sie das bitte sofort – ohne Search Console fliegen Sie blind.
So starten Sie:
- Gehen Sie zu search.google.com/search-console
- Wählen Sie Ihre Property aus
- Klicken Sie auf „Leistung“ im linken Menü
- Wählen Sie einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten
Sie sehen jetzt Ihre Gesamtstatistik: Klicks, Impressionen, CTR und durchschnittliche Position. Aber das ist nur die Oberfläche.
Schritt 2: Brand-Keywords definieren und filtern
Jetzt wird es konkret.
Sie müssen die kürzeste Version Ihres Markennamens als Keyword verwenden. Wenn Ihre Marke beispielsweise „Kimpton Hotels“ ist, geben Sie „kimpton“ ein. Wenn Ihre Marke „Wild Birds Unlimited“ ist, geben Sie „Wild Birds Unlimited“ ein, da „wild birds“ viele nicht-markenbezogene Suchen enthalten würde.
So filtern Sie in der Search Console:
- Klicken Sie auf „+ Neu“ unter dem Diagramm
- Wählen Sie „Suchanfrage“
- Wählen Sie „Suchanfragen mit…“
- Geben Sie Ihren Markennamen ein (z.B. „brixon“)
Jetzt sehen Sie alle Suchanfragen, die Ihren Markennamen enthalten. Notieren Sie sich die Anzahl der Klicks.
Wichtig: Denken Sie an alle Variationen:
- Tippfehler und Rechtschreibfehler
- Abkürzungen
- Kombinationen mit Städtenamen („Brixon München“)
- Kombinationen mit Produktnamen
Schritt 3: Non-Brand-Traffic identifizieren
Um Ihren Generic (Non-Brand) Traffic zu sehen, kehren Sie den Filter um:
- Gehen Sie wieder zu „+ Neu“
- Wählen Sie „Suchanfrage“
- Diesmal wählen Sie „Suchanfragen ohne…“
- Geben Sie wieder Ihren Markennamen ein
Sie werden sehen, dass Ihre Klicks deutlich sinken werden. Das ist in erster Linie Brand-Traffic.
Der Unterschied kann erschreckend sein. Wir haben schon B2B-Unternehmen gesehen, die dachten, sie hätten 5.000 Klicks pro Monat – aber nur 200 davon waren Non-Brand.
Schritt 4: Das Verhältnis berechnen und tracken
Jetzt können Sie Ihr Verhältnis berechnen:
Brand Search Anteil = (Brand Klicks / Gesamt Klicks) × 100
Beispiel:
- Gesamt Klicks: 4.500
- Brand Klicks: 2.700
- Generic Klicks: 1.800
- Brand Anteil: 60%
Machen Sie das monatlich und tragen Sie die Entwicklung in ein Excel-Sheet ein. Diese Zeitreihe ist Gold wert.
Advanced: RegEx-Filter für präzisere Analysen
Für eine noch genauere Analyse können Sie Regular Expressions (RegEx) nutzen.
Um Ihre Brand-Anfragen auszuschließen, verwenden Sie folgende Formel und wählen „entspricht nicht dem regulären Ausdruck“: .*(markenname|markenname 2|markenvariante|markenvariante|markenvariante).*
Beispiel für Brixon Group:
.*(brixon|brikson|brixxon|brixon group|brixongroup).*
Das klingt kompliziert, aber es lohnt sich, wenn Sie präzise Daten brauchen.
Google Analytics 4 als Ergänzung
Die Search Console zeigt nur Suchdaten. Um das volle Bild zu bekommen, kombinieren Sie diese mit Google Analytics 4.
Beginnen Sie mit GA4 und Search Console als Ihre primären Tools. Das ereignisbasierte Modell von GA4 eignet sich hervorragend für die Verfolgung von Nutzerinteraktionen, und es erlaubt bis zu 50 benutzerdefinierte Dimensionen, um Ihre Traffic-Segmente zu verfeinern. In Kombination mit der Search Console können Sie in Keyword-Performance-Daten eintauchen.
So sehen Sie in GA4, welche dieser Brand- vs. Generic-Besucher tatsächlich konvertieren.
Benchmarks und realistische Erwartungen: Was ist normal?
Brand Search Benchmarks nach Unternehmensgröße
Ein starker Benchmark für etablierte Marken liegt typischerweise zwischen 10.000 und 100.000 Suchanfragen pro Monat. Neuere oder weniger bekannte Marken sehen oft niedrigere Volumina, die zwischen 1.000 und 5.000 Suchanfragen liegen.
Hier eine realistische Einordnung für B2B-Unternehmen:
| Unternehmensgröße | Mitarbeiter | Monatliche Brand Searches | Brand vs. Generic |
|---|---|---|---|
| Start-up (Early Stage) | 5-20 | 50-500 | 10-30% Brand |
| Wachstumsunternehmen | 20-100 | 500-5.000 | 30-50% Brand |
| Etabliertes Mittelstand | 100-500 | 5.000-20.000 | 50-70% Brand |
| Marktführer | 500+ | 20.000+ | 60-80% Brand |
Branchenspezifische Unterschiede
Technologiemarken sehen typischerweise Brand-Search-Volumina zwischen 10.000 und 50.000 Suchanfragen pro Monat. Die wettbewerbsintensive Natur dieses Sektors bedeutet, dass Marken durch Marketing-Maßnahmen starke Sichtbarkeit aufrechterhalten müssen.
Aus unserer Erfahrung mit verschiedenen B2B-Branchen:
- SaaS und Tech: Höheres Generic Search Volumen durch viele „How to“-Anfragen, typisch 40-60% Brand
- Beratung und Professional Services: Oft höherer Brand-Anteil (60-75%), weil viel über Empfehlungen läuft
- Industrielle Zulieferer: Niedriger Gesamttraffic, aber oft hoher Brand-Anteil bei etablierten Playern
- Agenturen: Stark schwankend, typisch 30-50% Brand
Was ist ein gesundes Wachstum?
Eine gesunde Wachstumsrate beim Brand-Search-Volumen liegt bei etwa 10% bis 20% Jahr für Jahr. Dies zeigt steigende Markenbekanntheit und Verbraucherinteresse.
Wenn Sie in einem Jahr Ihre Brand Searches um 15-20% steigern, machen Sie vieles richtig.
Aber Vorsicht: Wachstum allein ist nicht alles. Schauen Sie sich auch die Qualität an:
- Welche Seiten werden bei Brand Searches besucht?
- Wie lange bleiben die Besucher?
- Wie viele konvertieren zu Leads?
Die 44/56-Regel: Was aktuelle Daten zeigen
Entgegen den Erwartungen sind nur 44% der Google-Suchanfragen nach Marken, während die verbleibenden 56% generische Anfragen sind.
Das ist wichtig zu verstehen: Selbst wenn Ihr Brand-Anteil bei „nur“ 40-45% liegt, sind Sie im Durchschnitt. Der Großteil der Suchanfragen ist und bleibt generisch – Menschen suchen nach Lösungen, nicht nach Marken.
Aber:
Brand-Suchanfragen machen jetzt fast 50% aller Google-Suchanfragen aus. Das ist fast die Hälfte. Wenn jemand ein Problem zu lösen hat, überspringt er „finde mir Optionen“ und geht direkt zu „zeig mir Nike“ oder „zeig mir Starbucks“.
Die Trends zeigen: Brand Search wird wichtiger, nicht unwichtiger.
Realistische Ziele setzen
Basierend auf Ihrer aktuellen Situation könnten sinnvolle Ziele sein:
- Wenn Sie bei <20% Brand sind: Ziel für 12 Monate: +10 Prozentpunkte (von 15% auf 25%)
- Wenn Sie bei 20-40% Brand sind: Ziel: Stabile Entwicklung + absolute Steigerung um 20%
- Wenn Sie bei >60% Brand sind: Fokus auf Generic Search, um neue Märkte zu erschließen
Nicht jedes Unternehmen braucht 80% Brand Search. Manchmal ist eine gesunde Balance der bessere Weg.
Brand Searches als Indikator für erfolgreiche Markenkommunikation
Der Zusammenhang zwischen Offline-Marketing und Brand Searches
Hier wird es spannend: Brand Searches sind oft der erste messbare Indikator dafür, dass Ihre Offline-Maßnahmen funktionieren.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Einer unserer Kunden, ein B2B-Software-Anbieter, war auf einer großen Fachmesse präsent. In der Woche nach der Messe stieg das Brand Search Volumen um 340%. Zwei Wochen später waren die Brand Searches immer noch 60% höher als vor der Messe.
Das zeigt: Menschen hören auf einer Messe von Ihnen, notieren sich nicht unbedingt sofort etwas, aber googeln Ihren Namen später.
Ähnlich bei:
- Podcast-Interviews: Spike in Brand Searches innerhalb von 24-48h nach Veröffentlichung
- PR und Medienerwähnungen: Sofortiger Anstieg, wenn in reichweitenstarken Medien erwähnt
- LinkedIn-Aktivität: Langfristiger, konstanter Anstieg bei regelmäßiger Präsenz
- Speaking-Engagements: Ähnlich wie Messen, verzögerter Effekt über 1-2 Wochen
Brand Searches als Leading Indicator für Pipeline
Das ist der heilige Gral für B2B-Marketing: Können wir Brand Searches nutzen, um zukünftige Pipeline vorherzusagen?
Kurze Antwort: Ja, aber mit Einschränkungen.
Aus unserer Erfahrung gibt es eine typische Verzögerung von 4-8 Wochen zwischen einem Anstieg der Brand Searches und tatsächlichen Anfragen. Im B2B kauft niemand spontan – aber wenn mehr Menschen nach Ihnen suchen, werden in den kommenden Wochen auch mehr Anfragen kommen.
Das macht Brand Searches zu einem frühen Warnsystem:
- Steigende Brand Searches: Ihre Awareness-Maßnahmen greifen, Pipeline wird in 4-8 Wochen steigen
- Stagnierende Brand Searches: Zeit, Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen
- Sinkende Brand Searches: Alarmsignal – Sie verlieren an Relevanz
Das Zusammenspiel mit anderen Marketing-Kanälen
Brand Searches stehen nie allein. Sie sind Teil eines größeren Ökosystems:
| Kanal | Einfluss auf Brand Searches | Zeitverzögerung |
|---|---|---|
| Content Marketing | Mittel bis hoch | 3-6 Monate |
| LinkedIn Organic | Hoch | 1-4 Wochen |
| LinkedIn Ads | Mittel | 1-2 Wochen |
| PR / Medien | Sehr hoch | Sofort bis 1 Woche |
| Events / Messen | Sehr hoch | 1-2 Wochen |
| Podcast-Interviews | Mittel bis hoch | 1-3 Tage |
| Kundenreferenzen | Mittel | Kontinuierlich |
Was steigende Brand Searches wirklich bedeuten
Lassen Sie uns ehrlich sein: Nicht jeder Anstieg der Brand Searches ist positiv.
Manchmal suchen Menschen nach Ihrem Namen, weil:
- Sie eine negative Bewertung gelesen haben
- Es Probleme mit Ihrem Service gab
- Ein Skandal oder eine Krise medial behandelt wird
- Ehemalige Mitarbeiter öffentlich über Sie sprechen
Deshalb: Schauen Sie sich immer auch die Qualität der Brand Searches an:
- Welche Seiten werden besucht? (Karriere-Seite vs. Kontakt-Seite)
- Welche Suchkombinationen werden verwendet? („Unternehmen Bewertungen“, „Erfahrungen“, „Kritik“)
- Wie entwickelt sich die Verweildauer?
- Wie ist das Verhältnis von Returning vs. New Visitors?
Brand Searches in der Management-Kommunikation
Hier ein Praxis-Tipp: Brand Searches sind eine der besten Metriken, um Ihrem Management oder Geschäftsführung den Wert von Markenkommunikation zu zeigen.
Warum? Weil es eine Zahl ist, die jeder versteht:
„Im letzten Quartal haben 2.847 Menschen aktiv nach unserem Unternehmen gesucht. Das sind 34% mehr als im Vorquartal. Diese Menschen hatten bereits von uns gehört – durch unsere LinkedIn-Strategie, die Messe in Frankfurt und die Pressemitteilung.“
Das ist greifbar. Das ist nachvollziehbar. Das zeigt Wirkung.
Im Gegensatz zu abstrakten Metriken wie „Impressions“ oder „Reach“ zeigen Brand Searches echtes, aktives Interesse.
5 Strategien zur gezielten Steigerung von Brand Searches
Strategie 1: Thought Leadership auf LinkedIn systematisch aufbauen
LinkedIn ist für B2B-Unternehmen der mit Abstand effektivste Kanal, um Brand Searches zu steigern.
Warum? Weil Menschen auf LinkedIn nach Business-Lösungen suchen, inspirierende Inhalte sehen und sich dann denken: „Interessant, wer steckt dahinter?“ – und dann googeln.
So setzen Sie das um:
- Personal Branding für Geschäftsführung: Ihr CEO oder Gründer sollte mindestens 2-3x pro Woche auf LinkedIn posten
- Konsistenz statt Perfektion: Lieber regelmäßig authentische Posts als seltene Hochglanz-Content
- Kontroverse Meinungen teilen: Menschen erinnern sich an Positionen, nicht an Mainstream-Meinungen
- Engagement aktiv betreiben: Auf Kommentare antworten, in Diskussionen einsteigen
Ergebnis: Nach 3-6 Monaten konsequenter LinkedIn-Präsenz sehen wir typischerweise einen Anstieg der Brand Searches um 20-40%.
Strategie 2: Content Marketing mit „Merkfaktor“
Die Erstellung hochwertiger, informativer und ansprechender Inhalte etabliert Ihre Autorität und ermutigt Nutzer, nach Ihrer Marke zu suchen. Fokussieren Sie sich auf Blog-Posts (veröffentlichen Sie ausführliche Artikel zu den Schmerzpunkten Ihrer Zielgruppe), Guides und E-Books (bieten Sie herunterladbare Ressourcen mit Mehrwert) sowie Videos (erstellen Sie Tutorials, Produktdemos oder Behind-the-Scenes-Inhalte).
Aber nicht irgendein Content – Content, der im Gedächtnis bleibt:
- Frameworks und Modelle: Erstellen Sie eigene Methoden mit eingängigen Namen
- Datengetriebene Insights: Eigene Studien und Umfragen stechen heraus
- Kontroverse Thesen: „Warum X tot ist“ oder „Die 3 größten Lügen über Y“
- Persönliche Geschichten: Case Studies mit echten Namen und Ergebnissen
Das Ziel: Menschen sollen sich nach dem Lesen denken „Das war richtig gut – wer hat das geschrieben?“ und nach Ihrem Namen suchen.
Strategie 3: Strategische PR und Medienarbeit
Jede Erwähnung in einem relevanten Medium führt zu Brand Searches. Aber nicht jedes Medium ist gleich wertvoll.
Fokussieren Sie sich auf:
- Fachmedien Ihrer Branche: Ein Artikel in einem Branchenmagazin bringt oft mehr als 10 Artikel in generischen Medien
- Podcasts: 45-60 Minuten in einem B2B-Podcast können mehr Brand Searches generieren als ein kurzer Zeitungsartikel
- Gastbeiträge auf relevanten Blogs: Mit Ihrer Byline und Bio
- Expert Statements: Journalist:innen als Experte zur Verfügung stehen
Pro-Tipp: Nutzen Sie Google Alerts für Ihren Markennamen, um zu sehen, wo Sie erwähnt werden – und fragen Sie nach Links, falls diese fehlen.
Strategie 4: Events und Community-Building
Events – ob online oder offline – sind Brand-Search-Maschinen.
Warum? Weil Menschen nach einem Event mental aktiviert sind und mehr über Sie erfahren wollen.
Möglichkeiten:
- Eigene Webinare: Monatlich zu relevanten Themen
- Lunch & Learn Sessions: Kurze, wertvolle Sessions für Ihre Zielgruppe
- Networking-Events: Treffen Sie Ihre Zielgruppe persönlich
- Jahreskonferenz: Der Königsweg – ein eigenes jährliches Event positioniert Sie als Industry Leader
Wichtig: Followup nach Events. Schicken Sie Präsentationen, Aufzeichnungen oder weiterführende Inhalte – das verlängert den Brand-Search-Effekt.
Strategie 5: Kundenerfolge sichtbar machen
Ihre zufriedenen Kunden sind Ihre besten Brand-Botschafter.
So nutzen Sie das:
- Case Studies prominent platzieren: Mit echten Firmennamen und Ergebnissen
- Video-Testimonials: Menschen glauben Videos mehr als Text
- Kundengeschichten auf LinkedIn teilen: Taggen Sie Ihre Kunden (mit Erlaubnis)
- Review-Plattformen aktiv nutzen: Clutch, Google My Business, etc.
- Referral-Programm aufsetzen: Belohnen Sie Kunden für Empfehlungen
Jede Erwähnung durch einen Kunden führt zu Brand Searches – sowohl von deren Netzwerk als auch von Menschen, die nach Lösungen suchen und auf Ihre Case Study stoßen.
Die 3-Kanal-Regel für nachhaltiges Wachstum
Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Für nachhaltiges Wachstum der Brand Searches sollten Sie mindestens 3 der oben genannten Strategien parallel verfolgen.
Warum? Weil verschiedene Kanäle verschiedene Teile Ihrer Zielgruppe erreichen und sich gegenseitig verstärken.
Eine bewährte Kombination:
- LinkedIn Thought Leadership (konstant, langfristig)
- Content Marketing (konstant, SEO-Effekt)
- Events/PR (punktuell, kurzfristige Spikes)
So haben Sie sowohl kontinuierliches Grundrauschen als auch gezielte Spikes bei besonderen Anlässen.
Die häufigsten Fehler bei der Brand-Search-Analyse
Fehler 1: Nur auf die Gesamtzahl schauen
Viele Unternehmen machen den Fehler, nur die absolute Zahl der Brand Searches zu betrachten.
Das Problem: Ohne Kontext bedeutet diese Zahl wenig. 1.000 Brand Searches können fantastisch sein – oder katastrophal, je nach Ihrer Unternehmensgröße und Branche.
Besser: Schauen Sie sich immer das Verhältnis an und die Entwicklung über Zeit.
Fehler 2: Tippfehler und Varianten ignorieren
Es umfasst auch alles, was die Marke beinhalten sollte, und damit meine ich Rechtschreibfehler. Während Sie vielleicht denken, es gibt 3 Möglichkeiten, Ihre Marke zu schreiben, kann ich Ihnen versichern, dass das Internet 50 weitere finden wird.
Menschen schreiben Markennamen falsch. Ständig.
Stellen Sie sicher, dass Sie alle relevanten Varianten in Ihre Analyse einbeziehen:
- Häufige Tippfehler
- Abkürzungen
- Alte Firmennamen (falls Sie umbenannt haben)
- Namen von Produkten oder Services
Fehler 3: Brand Search als reines SEO-Thema behandeln
Brand Searches sind kein SEO-KPI – sie sind ein Unternehmens-KPI.
Der Fehler: Viele Unternehmen lassen das Thema beim Marketing-Team und schauen nur alle paar Monate drauf.
Besser: Integrieren Sie Brand-Search-Entwicklung in Ihre monatlichen Business-Reviews. Es ist ein Leading Indicator für Marktposition und Pipeline-Entwicklung.
Fehler 4: Keine Brand-Search-Strategie für negative Anfragen
Was passiert, wenn jemand „[Ihr Unternehmen] Erfahrungen“ oder „[Ihr Unternehmen] Kritik“ googelt?
Viele Unternehmen ignorieren diese Anfragen – ein großer Fehler.
Sie sollten auch für kritische Brand Searches gerüstet sein:
- Eine FAQ-Seite mit häufigen Einwänden
- Eine Review-Seite mit authentischen Bewertungen
- Antworten auf Bewertungsplattformen (auch auf negative)
- Content, der typische Bedenken adressiert
Fehler 5: Zu schnelle Erwartungen
Brand Building ist ein Marathon, kein Sprint.
Wir sehen oft unrealistische Erwartungen: „Wir wollen in 3 Monaten unsere Brand Searches verdoppeln.“
Die Realität: Nachhaltiges Wachstum der Markenbekanntheit braucht Zeit. 6-12 Monate für erste signifikante Ergebnisse sind normal.
Ausnahmen sind externe Schocks (virale Kampagnen, große PR-Erfolge, Krisen) – aber die kann man nicht planen.
Fehler 6: Brand und Generic gegeneinander ausspielen
Manche denken: „Wir müssen Brand OR Generic priorisieren.“
Falsch. Sie brauchen beides.
Die Nutzung sowohl von Brand- als auch Non-Brand-Keywords ermöglicht es Ihnen, verschiedene Kundensegmente in unterschiedlichen Phasen des Kaufprozesses anzusprechen.
- Generic Search: Bringt neue Menschen in Ihren Funnel, die Sie noch nicht kennen
- Brand Search: Fängt Menschen ab, die Sie bereits kennen und konvertiert sie
Die beste Strategie nutzt beide Welten. Generic für Top-of-Funnel, Brand für Bottom-of-Funnel.
Der Blick nach vorn: Brand Search in 2025 und darüber hinaus
AI Search und die Zukunft von Brand Searches
Die Landschaft verändert sich. Mit ChatGPT, Google SGE (Search Generative Experience) und anderen AI-Tools ändert sich, wie Menschen suchen.
KI-Chatbots machen derzeit nur einen kleinen Anteil des Suchmaschinen-Traffics aus. Dieser Widerspruch offenbart die tiefere Wahrheit: Wir befinden uns in einem Paradigmenwechsel des Suchverhaltens der Verbraucher, nicht in einem SEO-Aussterbeereignis. Verbraucher experimentieren mit neuen Tools wie ChatGPT, sind aber bei der Mehrheit ihrer Anfragen immer noch stark auf traditionelle Suchmaschinen angewiesen.
Was bedeutet das für Brand Searches?
- Menschen werden noch direkter nach Marken suchen („Zeig mir Anbieter für X“)
- Markenautorität wird wichtiger (AI bevorzugt etablierte Quellen)
- Strukturierte Daten werden entscheidend für AI-Sichtbarkeit
Die wachsende Bedeutung von Brand Trust
In einer Welt voller Optionen wird Vertrauen zum entscheidenden Differentiator.
Brand Searches sind der beste Proxy für dieses Vertrauen: Menschen suchen nach Ihnen, weil sie Ihnen bereits ein Stück weit vertrauen.
Deshalb: Investieren Sie in Marke, nicht nur in Performance Marketing. Die Unternehmen, die 2025 und darüber hinaus gewinnen, sind die mit starken Marken.
Der Return on Brand Investment wird messbar
Lange war Brand Marketing ein „Gefühl“. Mit Brand Searches als KPI wird es messbar.
Tools werden besser, Attributionsmodelle werden präziser, und die Verbindung zwischen Brand Searches und Pipeline wird deutlicher.
Das bedeutet: Brand Marketing wird nicht mehr als „nice to have“ gesehen, sondern als strategischer Growth-Hebel.
Fazit: Ihre Roadmap zur Brand-Search-Optimierung
Lassen Sie uns zusammenfassen, was Sie jetzt tun sollten:
Kurzfristig (nächste 2 Wochen):
- Google Search Console analysieren und Brand vs. Generic Baseline erstellen
- Alle Brand-Varianten und Tippfehler dokumentieren
- Monatliches Tracking aufsetzen (Excel oder Tool Ihrer Wahl)
Mittelfristig (nächste 3 Monate):
- Mindestens 2 der 5 Brand-Search-Strategien implementieren
- Erste Erfolge messen und dokumentieren
- Optimierungen basierend auf Daten vornehmen
Langfristig (nächste 12 Monate):
- Brand Searches in Management-Reporting integrieren
- Zusammenhang zwischen Brand Searches und Pipeline analysieren
- Kontinuierliche Optimierung aller Brand-Building-Maßnahmen
Der wichtigste Punkt: Fangen Sie an. Die meisten B2B-Unternehmen schauen sich diese Daten nie an – und verschenken damit wertvolle Insights.
Sie wissen jetzt, wie es geht. Nutzen Sie dieses Wissen.
Ihre Google-Daten erzählen die Geschichte Ihrer Marke. Hören Sie zu.
Häufig gestellte Fragen zu Brand Search vs. Generic Search
Was ist der Unterschied zwischen Brand Search und Generic Search?
Brand Search bezeichnet Suchanfragen, die Ihren Firmennamen, Produktnamen oder Markenbegriffe enthalten (z.B. „Brixon Group Marketing“). Generic Search sind Anfragen nach Lösungen oder Problemen ohne Markenbezug (z.B. „B2B Marketing Agentur“). Der Hauptunterschied: Bei Brand Searches kennen Menschen Sie bereits, bei Generic Searches suchen sie nach einer Lösung und kennen Sie noch nicht.
Wie kann ich Brand vs. Generic Search in Google Search Console analysieren?
Öffnen Sie die Google Search Console, gehen Sie zu „Leistung“, klicken Sie auf „+ Neu“ und wählen Sie „Suchanfrage“. Filtern Sie nach „Suchanfragen mit…“ und geben Sie Ihren Markennamen ein, um Brand Searches zu sehen. Für Generic Searches nutzen Sie den Filter „Suchanfragen ohne…“ mit Ihrem Markennamen. Notieren Sie beide Werte und berechnen Sie das Verhältnis.
Was ist ein gutes Verhältnis von Brand zu Generic Search für B2B-Unternehmen?
Ein gesundes Verhältnis liegt für die meisten B2B-Unternehmen zwischen 40-60% Brand Search. Start-ups haben oft nur 10-30% Brand Search, während etablierte Unternehmen 60-80% erreichen können. Wichtiger als der absolute Wert ist die positive Entwicklung über Zeit: 10-20% Wachstum pro Jahr ist ein guter Richtwert.
Warum konvertieren Brand Searches besser als Generic Searches?
Brand Searches konvertieren 3-5x besser, weil diese Nutzer bereits Vertrauen zu Ihrer Marke aufgebaut haben. Sie haben von Ihnen gehört – durch Empfehlungen, Content, Events oder andere Touchpoints – und suchen gezielt nach Ihnen. Sie sind mental weiter im Kaufprozess und haben ihre Recherchephase oft schon abgeschlossen. Generic Searches kommen von Menschen, die noch am Anfang ihrer Buyer Journey stehen.
Wie lange dauert es, Brand Searches signifikant zu steigern?
Realistische Erwartungen sind 6-12 Monate für erste signifikante Ergebnisse durch organische Maßnahmen wie Content Marketing und LinkedIn-Aktivität. Events, PR oder virale Kampagnen können kurzfristige Spikes erzeugen (1-2 Wochen), aber nachhaltiges Brand-Wachstum braucht Zeit. Ein Wachstum von 15-20% der Brand Searches pro Jahr ist ein gesunder, erreichbarer Benchmark.
Sollte ich Google Ads für meine eigenen Brand-Keywords schalten?
Ja, in den meisten Fällen sollten Sie das. Auch wenn Sie organisch auf Platz 1 ranken, schützen Sie so Ihre Position vor Wettbewerbern, die auf Ihren Markennamen bieten könnten. Brand-Anzeigen haben sehr niedrige CPCs und hohe Conversion-Raten. Sie dominieren die SERP, erhöhen die CTR und können mit Anzeigenerweiterungen zusätzliche Informationen zeigen. Die Kosten sind minimal im Vergleich zum Risiko, Traffic an Konkurrenten zu verlieren.
Wie kann ich herausfinden, welche Marketing-Maßnahmen Brand Searches steigern?
Tracken Sie Ihre Brand Searches wöchentlich und vergleichen Sie Spikes mit Ihrem Marketing-Kalender. Events und PR erzeugen sofortige Spikes (1-7 Tage), LinkedIn-Aktivität zeigt Effekte nach 1-4 Wochen, Content Marketing wirkt langfristig (3-6 Monate). Nutzen Sie Google Analytics 4, um zu sehen, welche Seiten Brand-Search-Besucher aufrufen. Sie können auch UTM-Parameter in Kampagnen einbauen und die Entwicklung von Brand Searches in den Folgewochen beobachten.
Was bedeutet es, wenn meine Brand Searches sinken?
Sinkende Brand Searches sind ein Warnsignal, dass Ihre Markenbekanntheit abnimmt. Mögliche Gründe: reduzierte Marketing-Aktivitäten, negative Presse oder Bewertungen, steigende Konkurrenz, veränderte Marktbedingungen oder nachlassendes Kundeninteresse. Analysieren Sie, ob auch die Qualität der Suchanfragen sich ändert (mehr Suchen nach „Erfahrungen“ oder „Alternativen“). Prüfen Sie Ihre Sichtbarkeit auf LinkedIn, Ihre Content-Frequenz und ob Konkurrenten aktiver geworden sind.
Kann ich Brand Searches auch für Wettbewerber analysieren?
Ja, mit Tools wie SEMrush, Ahrefs oder Google Trends können Sie geschätzte Brand-Search-Volumina von Wettbewerbern sehen. Google Trends zeigt das relative Suchinteresse über Zeit und im Vergleich zu anderen Marken. So können Sie Ihre Position im Markt einordnen und sehen, wie stark die Marken Ihrer Konkurrenten sind. Beachten Sie aber: Diese Daten sind Schätzungen, nicht exakte Zahlen wie in Ihrer eigenen Search Console.
Wie unterscheidet sich Brand Search Strategie für B2B vs. B2C?
B2B Brand Searches haben typischerweise niedrigeres Volumen aber höheren Wert pro Conversion. Der Sales Cycle ist länger (Wochen bis Monate), Brand Searches sind oft Research-getrieben („Anbieter X Referenzen“), und Entscheidungen sind rationaler. B2C hat höheres Volumen, kürzere Sales Cycles und emotionalere Kaufentscheidungen. Für B2B sind LinkedIn, Fachmedien und Events wichtiger; für B2C Social Media und breitere Advertising-Kanäle. B2B sollte stärker auf Thought Leadership und Expertise setzen.
